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Elefanten im Township


von Melanie, 04.06.2010 19:10:47 | Thema: Township | Knysna | Kinder

Kinder Township Knysna
Die Kinder freuen sich riesig über unseren Besuch. | © Melanie Kiel

Heute war ein ganz besonderer Tag: Zu dritt ging es ins Township von Knysna. Unglaublich, aber wahr, die meisten Kinder dort wissen nicht, was ein Elefant ist. Das wollen wir ändern...


Im Township von Knysna leben etwa 60.000 Menschen, darunter Zulus und Khosas aus Südafrika, Nigerianer oder Zimbabwer. Zunächst besuchen Dayne, Melissa und ich die kleine, farbenfrohe Rastafari-Gemeinde des Townships. Bob Marley lacht einem von verschiedenen Postern und Wandgemälden entgegen, die Männer tragen lange Rastazöpfe, Reggae tönt aus den Häuesern - auf Jamaika sieht es wahrscheinlich nicht anders aus.

Die Kinder der Schule begrüßen uns mit einem Faust-Stubster - der typischen Begrüßung der Rastas. Der Unterricht und die Versorgung sind hier vorbildlich. Die Rasta-Gemeinde ist bekannt für ihre guten Ideen und Projekte in Knysna und wird daher von unserer Organisation unterstützt.

Township Knysna
Township in Knysna | © Melanie Kiel

Danach geht es in eine Pre-School, die weniger privilegiert ist und daher Unterstützung dringend nötig hat. Das Gebäude ist aus einfachen Holzlatten zusammengezimmert. Da in diesem Teil des Townships offiziell nicht gebaut werden darf, kann die Hütte jederzeit abgerissen werden. Ein Neubau aus Steinen ist daher nicht möglich oder sinnvoll. Hier werden wir die rund fünfzig Kinder in den nächsten Stunden zum Thema Elefanten unterrichten.

Als wir aus dem Wagen steige,n laufen uns die Drei- bis Sechsjährigen juchzend entgegen. Melissa und ich begehen den "Fehler", die Pre-School-Kids auf den Arm zu nehmen. Jetzt müssen wir wie am Fließband jedes der 50 Kids hoch heben. Im Klassenraum angekommen, singen die Kleinen für uns die Nationalhymne in Khosa, der Klicksprache.

Schule im Township
Stolz präsentieren die Mädchen und Jungen ihre Elefanten-Zeichnungen. | © Melanie Kiel

Dann beginnt die Arbeit: Zunächst lernen die Kinder das englische Wort "Elephant", da sie in der Familie nur Khosa sprechen. Dann wird geschrieben und ein Elefant gemalt. Als sie für ihre Arbeit am Ende einen Aufkleber bekommen, geraten sie komplett aus dem Häuschen. Jeder will zwei, drei und mehr. Selbst die beiden Lehrerinnen sind verrückt nach den Stickern. Jetzt verstehe ich, warum Dayne uns abgeraten hat, Süßigkeiten für die Kleinen mitzubringen: Da sie so etwas sonst nicht bekommen, würden sie sich darauf stürzen und darum streiten. Als alle mit Stickern versorgt sind und sich beruhigt haben, heißt es Abschied nehmen. Jeder will geknuddelt oder auf den Arm genommen werden. Es fällt uns schwer zu gehen.Dieser Tag mit den Kleinen war ein wunderbares Erlebnis und definitiv der krönende Abschluss unserer Arbeit hier in Knysna.


 



 

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Hallo, ich bin Melanie und für mich hat das Abenteuer Südafrika schon vor der WM begonnen. In meinem Blog berichte ich nicht nur von meinen Erlebnissen während der Fußball-WM, sondern auch von meiner Arbeit in einem Elefantencamp. Schauen Sie doch einfach mal vorbei!